Wasserhärte betrifft Neurodermitis

In früheren Studien konnte gezeigt werden, dass je härter das Leitungswasser ist, desto häufiger die Kinder in der entsprechenden Region an Neurodermitis erkranken. Britische Forscher haben nun erstmals die Korrelation von Wasserhärte und der Hautkrankheit bei drei Monate alten Säuglingen untersucht – einem Alter, in dem sich etwa jeder zweite Krankheitsfall ausbildet. Zusätzlich wurde der Kalk- und Chlorgehalt des Leitungswassers bei den Wasserversorgern angefragt. Anhand von Postleitzahlen wurden die ermittelten Werte eingeordnet.

24% aller Kinder entwickelten eine Neurodermitis. Dabei zeigte sich ein klarer Bezug zur Wasserhärte. In Regionen mit weichem und chlorarmen Wasser waren nur knapp 19% der Kinder betroffen, in Gebieten mit harten Wasser (unabhängig vom Chlorgehalt) fast 28%. Unklar ist, ob Kalk einen direkten Einfluss auf die Barrierefunktion der Haut hat, oder ob er indirekt über eine Alkalisierung des Wasser-ph-Werts wirkt. Die Forscher wollen als nächstes untersuchen, welchen Einfluss die konsequente Verwendung eines Wasserhärters ab der Geburt bei Hochrisikokindern hat.

HautinForm 3/2016

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