Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) warnt vor gesundheitsschädlichen Chemikalien in Kosmetikprodukten wie Haarspülungen, Haarmasken, Eyelinern und Liplinern. In 285 Produkten, rund sechs Prozent der untersuchten Produkte, wurden PFAS-Chemikalien gefunden, darunter Perfluorononyl, Dimethicone und Perfluorooctylethyl Triethoxysilane. Diese per- und polyfluorierten Chemikalien sind quasi nicht abbaubar und stehen im Verdacht, krebserregend und fruchtbarkeitsschädigend zu sein. Die verbotenen Silikone D4 (Octamethylcyclotetrasiloxan) und D5 (Decamethylcyclopentasiloxan) wurden in Haarspülungen und Haarmasken gefunden. Beide toxischen Silikone sind nur sehr schwer abbaubar und reichern sich in Lebensmitteln an. D4 gilt als fortpflanzungsschädlich.
Die nationalen Behörden arbeiten derzeit daran, die betroffenen Produkte aus dem Handel zu entfernen. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Produkte noch abverkauft werden oder bereits zu Hause im Badezimmerregal stehen. Die ECHA empfiehlt, die Inhaltsstofflisten von Kosmetika auf die genannten Chemikalien zu über-prüfen. Alternativ kann die kostenloseApp ToxFox des BUND genutzt werden:
Sie überprüft die Inhaltsstoffe von Kosmetika durch einen einfachen Barcode-Scan.
Quelle: Arzt&Wirtschaft Dermatologie November/Dezember 06/24